Irmler Motorsport

24 Renntourenwagen der ehemaligen DTM und STW sorgen beim Jubiläumsrennen auf dem Eifelkurs für das Highlight des Tages

Was für ein Rennen! Im zweiten Lauf der Tourenwagen Classics gab es auf dem 90 Jahre jungen Nürburgring jede Menge Spannung - mit der 77-jährigen Moderatorenlegende Rainer Braun als kundiger und begeisterter Streckensprecher.

Nach überlegener Trainingsbestzeit und anfänglicher Führung fiel Stephan Rupp mit dem 1996er-ITC-Alfa Romeo 155 GTA von Giancarlo 'Fisico' Fisichella zurück und musste dem Mercedes-Benz-Duo Thorsten Stadler und Jörg Hatscher (beide C-Klasse gemäß Klasse 1) das Feld überlassen. Die Entscheidung fiel in der buchstäblich letzten Runde zugunsten Hatschers, während der lange Zeit drittplatzierte Altmeister Roland Asch auf einem weiteren Mercedes zurückfiel. Als Sechstplatzierter verteidigte Ralph Bahr (BMW M3) die Tabellenführung.

Und mitten drin zwischen all diesen Ex-DTM Boliden sollte sich zudem der Opel Astra von AMC Mitglied Steffan Irmler behaupten. Dabei erwies sich auch Ex-Opel Sportchef Volker Strycek einmal mehr als harter Arbeiter, ebenso wie die Rennmannschaft um Steffan Irmler aus Drebber. Nach einem Hinterachsdefekt im Zeittraining war eine Nachschicht erforderlich, die einen Ersatzteil-Express aus Niedersachsen und eine Reparaturphase bis 2.00 Uhr nachts umfasste. Für den gebürtigen Essener und Fahrzeugbesitzer Irmler lohnte sich der Aufwand, denn im Rennen kam der Zweiliter-Opel Astra MSD prächtig über die 40-Minuten-Distanz. Der 285 PS leistende Swindon-Motor des Opel gehört zu den Kuriositäten im Starterfeld: Aufgrund des gedrehten Zylinderkopfes liegt der Abgaskrümmer über dem Ventildeckel.

Diese Nachtschicht sollte sich am Ende gelohnt haben, denn in der Endabrechnung belegte das STW Modell in der Klasse den zweiten und in der Gesamtwertung den zweiten Platz. Bereits in zwei Wochen setzt sich das sechs Rennen umfassende Veranstaltungsprogramm auf dem Norisring fort.

Text und Bilder: Tourenwagen Classic